Solidarität verteidigen - Spendenseite der Mobilen Opferberatung
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Kreis in orange überlagert Kreis in blau. Text: Solidarität verteidigen. Damit Betroffene rechter Gewalt nicht allein bleiben.
Seit 25 Jahren berät die Mobile Opferberatung solidarisch und professionell Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Sachsen Anhalt.

Jetzt brauchen wir Ihre Unterstützung !

2001 - 2026 in Zahlen

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Unterstützungen insgesamt

29.836
Unterstützungen insgesamt

Ratsuchende

3.536
Ratsuchende

Beratungsgespräche

13 237
Beratungsgespräche

Begleitungen im Gerichtsverfahren

1.887
Begleitungen im Gerichtsverfahren

gestellte Anträge

1.453
gestellte Anträge
Eine Gruppe Menschen. Alt, jung und verschieden Hautfarben.

Warum spenden

Am 6. September 2026 sind in Sachsen-Anhalt Landtagswahlen. In Umfragen liegt die AfD weit vor den demokratischen Parteien, so dass eine AfD-geführte Regierung in Magdeburg möglich scheint. Viele Menschen, Institutionen, Vereine und Wohlfahrtsverbände wären durch eine AfD-Regierung existenziell bedroht. Konkret hat die AfD auch angekündigt, dem gemeinnützigen Miteinander – Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit als Trägerverein der Mobilen Opferberatung sämtliche staatliche Finanzierung zu entziehen.

Ihre Spende für ein solidarisches Miteinander

Für die Mobile Opferberatung und den Trägerverein Miteinander e.V. ist klar: Wir wollen die vielen Ratsuchenden und Angegriffenen nicht im Stich lassen. Dafür sind wir jetzt dringend auf Spenden angewiesen. Denn wir wissen nicht, ob das Land Sachsen-Anhalt und die Bundesregierung ihren Verpflichtungen zur Förderung von spezialisierten Opferhilfeeinrichtungen aus der EU-Opferschutzrichtlinie nach den Landtagswahlen weiterhin nachkommt.

Für viele Menschen, die nach einem rechten, rassistischen oder antisemitischen Angriff Unterstützung durch die Mobile Opferberatung erhalten, ist dieses Szenario schon jetzt mit großen Ängsten verbunden. Sie fragen sich, ob und wie sie ohne professionelle und solidarische Beratung die oftmals schwerwiegenden Folgen eines Angriffs bewältigen können.

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Spendenkonto

Kontoinhaber:
Miteinander e.V.
IBAN:
DE47 3702 0500 0008 4734 00
BIC:
BFSWDE33XXX

Verwendungszweck:

Mobile Opferberatung

Wie wird unsere Arbeit aktuell finanziert?

Im laufenden Jahr 2026 wird die Mobile Opferberatung vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ sowie durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt im Rahmen des Landesprogramms für Demokratie, Vielfalt und Weltoffenheit mit Mitteln in Höhe von insgesamt 718.466,98 Euro gefördert. Damit wird die Arbeit von insgesamt acht Berater*innen in Teilzeit und zwei Projektleitungen in Teilzeit, einer Öffentlichkeitsarbeiter*in mit 10 Wochenstunden, die Miete und weitere Sachkosten für drei Anlaufstellen in Halle, Magdeburg und Salzwedel sowie Fahrtkosten etwa für aufsuchende Beratungsgespräche, Prozessbegleitungen und Honorare u.a. für Dolmetscher*innen finanziert.

Die sachgerechte und sparsame Verwendung dieser Förderung ist für unseren Träger, den gemeinnützigen Verein Miteinander – Netzwerk für Demokratie in Sachsen-Anhalt eine Selbstverständlichkeit. Die Mittelverwendung wird durch die Fördermittelgeber regelmäßig kontrolliert und geprüft.

Was passiert mit meiner Spende?

Wir verwenden Ihre Spende für den angegebenen Spendenzweck, um die Arbeit der Mobilen Opferberatung auch über die Landtagswahlen und den Jahreswechsel 2026/2027 weiter abzusichern und zu ermöglichen.

Für den Fall, dass die Mobile Opferberatung gar keine oder lediglich einen Teil der Förderung des Landes Sachsen-Anhalt und/oder des Bundesprogramms Demokratie leben für 2026 erhält, werden wir Ihre Spende für den angegebenen Spendenzweck einsetzen: um die Arbeit der Mobilen Opferberatung auch über die Landtagswahlen und den Jahreswechsel 2026/2027 weiter abzusichern und zu ermöglichen.

Für den Fall, dass die Mobile Opferberatung zum 1. Januar 2027 weiterhin regulär und ohne Einschränkungen vom Sozialministerium Sachsen-Anhalt und aus Bundesmitteln gefördert wird, dienen die Spendengelder zur strukturellen Absicherung der Arbeit des Trägervereins Miteinander e.V. und seiner Projekte.

Testimonial

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Testimonial 1

„Nachdem ich von einem AfD-Lokalpolitiker angegriffen wurde, habe ich konkrete Informationen zu möglichen Schritten und meinen Rechten erhalten. Die Unterstützung durch die Mobile Opferberatung war transparent, gut erklärt und auf Augenhöhe. Das hat mir das Gefühl gegeben, nicht allein zu sein und selbstbestimmt entscheiden zu können. Ohne die Mobile Opferberatung würde eine große Lücke im zivilgesellschaftlichen Schutzraum für Betroffene entstehen. Denn unabhängige Beratung stärkt nicht nur Einzelne, sondern auch das Vertrauen in rechtsstaatliche Verfahren.“

Steffen

Testimonial 2

„Im Oktober 2023 bin ich von Neonazis angegriffen und verletzt worden. Die Mobile Opferberatung hat mir sehr dabei geholfen, das Geschehene zu verarbeiten und bei der Polizei Gehör zu finden. Dadurch hat sich mein Gefühl der Ohnmacht und des Nicht-Gehörtwerdens verändert. Besonders geholfen hat mir die Erfahrung der sehr empathischen Hilfsbereitschaft durch die Mitarbeitenden der Mobilen Opferberatung. Ohne die Mobile Opferberatung würde eine zentrale Anlaufstelle und jahrelange Expertise wegfallen.“

Julia S., 27 Jahre, Mitarbeitende eines Abgeordneten

Testimoniel 3

„Gerade in Momenten, in denen Aufgeben die einfachere Lösung scheint, erfährt man bei der Mobilen Opferberatung genau die richtige Unterstützung. Das engagierte Team gibt sein Bestes für alle Hilfesuchenden und unterstützt, wo immer es möglich ist. Die Berater haben mir geholfen, die passende Psychotherapie zu finden und mich bei Behördengängen unterstützt. Ob es um den Wiedereinstieg in den Beruf, die Fortführung des Bildungsweges oder die psychische Stabilisierung geht: Ohne die Mobile Opferberatung würden viele Menschen die dringend benötigte Hilfe nicht erhalten. Denn die Herausforderungen nach einem Angriff sind vielfältig und ohne Unterstützung oft nicht zu bewältigen.“

Ahmad T., 27 Jahre aus Halle (Saale)

Testimonial 4

„Die Mobile Opferberatung hat mich begleitet, nachdem ich rassistische Anfeindungen, Einschüchterung und Verfolgung erlebt habe. Dass ich ernst genommen wurde und nicht allein durch die Situation gehen musste, war besonders wichtig für mich. Das Team hat mich emotional unterstützt, komplizierte Abläufe erklärt und mich sogar zu wichtigen Terminen begleitet, unter anderem zur Anzeigeerstattung. Durch die Unterstützung fühlte ich mich sicherer, handlungsfähiger und weniger isoliert. Gerade in Situationen von rassistischer Gewalt oder Einschüchterung ist es enorm wichtig, eine unabhängige Stelle wie die Mobile Opferberatung zu haben, die unterstützt, informiert und begleitet.“

Amanda L., Bildungsreferentin, Aktivistin und Forscherin

Testimonial 5

„Als Familie sind wir aufgrund von mehreren antisemitisch motivierten Angriffen gegen meine Söhne und mich seit vielen Jahren im Kontakt mit den Beraterinnen der Mobilen Opferberatung. Seit dem ersten Angriff im Jahr 2010 unterstützen sie uns, u.a. bei der Suche nach zuverlässigen Anwält*innen und begleiten uns durch die Gerichtsverfahren. Neben ihrer fachlichen Kompetenz zeichnen sich die Beraterinnen durch ein großes und offenes Herz aus. Sie waren und sind immer für uns da. Ich kann mir nicht vorstellen, wie ich die Situation ohne ihre Hilfe bewältigt hätte.“

Tsipi Lev, Goldschmiedin und Künstlerin & Olaf Osteroth (Burgenlandkreis)

Warum Ihre Unterstützung jetzt zählt

Drei bis vier rechte, rassistische und antisemitische Angriffe werden pro Woche in Sachsen-Anhalt verübt. Gewalt und Bedrohungen richten sich gegen alle, die im Weltbild der extremen Rechten als politische Gegner:innen markiert und vertrieben werden sollen. In 25 Jahren sind tausende Angegriffene nach schweren Körperverletzungen, Brandstiftungen und Bedrohungen durch die Mobile Opferberatung unterstützt worden: professionell und solidarisch. Jetzt brauchen wir Ihre Unterstützung, um diese praktische Solidarität zu verteidigen.

Jährliche Statistiken

nach Landkreisen und kreisfreien Städten

 
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2025

Statistik 2020 Angriffe in Sachsen-Anhalt
Altmarkkreis Salzwedel 14
Anhalt Bitterfeld 10
Börde 6
Burgenlandkreis 5
Harz 16
Jerichower Land 7
Mansfeld-Südharz 0
Saalekreis 13
Salzlandkreis 6
Stendal 5
Wittenberg 7
Dessau-Roßlau 10
Halle 67
Magdeburg 62
gesamt 229
Tabelle Stand 27.04.2026
Grafik Stand 27.04.2026 (Erstveröffentlichung Jahresstatistik)

2024

Statistik 2024 Angriffe in Sachsen-Anhalt
Altmarkkreis Salzwedel 10
Anhalt Bitterfeld 19
Börde 8
Burgenlandkreis 7
Harz 12
Jerichower Land 5
Mansfeld-Südharz 7
Saalekreis 18
Salzlandkreis 14
Stendal 10
Wittenberg 3
Dessau-Roßlau 10
Halle 83
Magdeburg 75
gesamt 281
Tabelle Stand 03.04.2025
Grafik Stand 03.04.2025 (Erstveröffentlichung Jahresstatistik)

2023

Statistik 2023 Angriffe in Sachsen-Anhalt
Altmarkkreis Salzwedel 6
Anhalt Bitterfeld 12
Börde 3
Burgenlandkreis 11
Harz 19
Jerichower Land 6
Mansfeld-Südharz 11
Saalekreis 16
Salzlandkreis 6
Stendal 5
Wittenberg 6
Dessau-Roßlau 11
Halle 67
Magdeburg 60
gesamt 239
Tabelle Stand 03.04.2025
Grafik Stand 11.04.2024 (Erstveröffentlichung Jahresstatistik)

2022

Statistik 2022 Angriffe in Sachsen-Anhalt
Altmarkkreis Salzwedel 6
Anhalt Bitterfeld 11
Börde 3
Burgenlandkreis 10
Harz 17
Jerichower Land 8
Mansfeld-Südharz 5
Saalekreis 9
Salzlandkreis 2
Stendal 3
Wittenberg 5
Dessau-Roßlau 7
Halle 49
Magdeburg 32
gesamt 167
Tabelle Stand 04.04.2024
Grafik Stand 04.04.2022 (Erstveröffentlichung Jahresstatistik)

2021

Statistik 2021 Angriffe in Sachsen-Anhalt
Altmarkkreis Salzwedel 9
Anhalt Bitterfeld 8
Börde 6
Burgenlandkreis 7
Harz 9
Jerichower Land 2
Mansfeld-Südharz 5
Saalekreis 10
Salzlandkreis 8
Stendal 13
Wittenberg 5
Dessau-Roßlau 10
Halle 41
Magdeburg 32
gesamt 165
Tabelle Stand 04.04.2024
Grafik Stand 05.04.2022 (Erstveröffentlichung Jahresstatistik)

2020

Statistik 2020 Angriffe in Sachsen-Anhalt
Altmarkkreis Salzwedel 6
Anhalt Bitterfeld 11
Börde 11
Burgenlandkreis 4
Harz 10
Jerichower Land 4
Mansfeld-Südharz 4
Saalekreis 11
Salzlandkreis 1
Stendal 5
Wittenberg 5
Dessau-Roßlau 6
Halle 46
Magdeburg 42
gesamt 166
Tabelle Stand 04.04.2024
Grafik Stand 15.04.2021 (Erstveröffentlichung Jahresstatistik)

Jahresvergleiche 2003 -2025

politisch rechts motivierte Angriffe nach Tatmotiven

Jahresvergleiche 2003 -2025 - politisch rechts motivierte Angriffe nach Tatmotiven
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Über die Mobile Opferberatung

Die Mobile Opferberatung in Trägerschaft von Miteinander e.V. unterstützt seit 2001 professionell und parteilich Betroffene rechter, rassistischer, lgbtig*-feindlicher, sozialdarwinistischer und antisemitischer Gewalt, deren Freund*innen, Angehörige sowie Zeug*innen in Sachsen-Anhalt.

Unsere Beratung ist kostenlos, vertraulich, auf Wunsch auch anonym und unabhängig von einer Anzeigenerstattung. Wir beraten in unseren drei Anlaufstellen in Salzwedel, Magdeburg und Halle (Saale), vor Ort und online.

Gegen die Normalisierung von Hass und Gewalt

Die Mobile Opferberatung tritt für Demokratie und den Schutz und die Opferrechte derjenigen ein, die durch rassistische, rechte und antisemitische Angriffe körperlich und seelisch verletzt werden. Unsere Arbeit stützt sich auf Artikel 1 des Grundgesetzes: Die Würde des Menschen ist unantastbar.

Schon jetzt werden wöchentlich bis zu vier Menschen Opfer eines rechten, rassistischen oder antisemitischen Angriffs. Auf jeweils 100.000 Einwohner*innen kommen in Sachsen-Anhalt 6,7 rechte Gewalttaten.

Im bundesweiten Vergleich ist die Gefahr, Opfer eines rechten Angriffs zu werden, in Sachsen-Anhalt mehr als drei Mal so hoch wie in der Mehrheit aller 16 Bundesländer. Zu diesem gesellschaftlichen Klima der Normalisierung von Rassismus, Antisemitismus und NS-Verherrlichung hat die AfD massgeblich beigetragen als Stichwortgeber für Hass und Gewalt.

Was wir tun

Seit 25 Jahren beraten und unterstützen wir Hinterbliebene und Überlebende rechtsterroristischer Anschläge – wie in Halle (Saale) an Yom Kippur 2019 – ebenso wie Angehörige von Todesopfern sowie direkt Betroffene rassistischer und antisemitischer Angriffe, politisch rechts motivierter, rassistischer Bedrohungen und Brandanschläge.

Zudem beraten wir Angehörige, enge Bezugspersonen und Zeug*innen. Dies geschieht kostenlos, vertraulich, mehrsprachig, vor Ort und digital, parteilich im Sinne der Betroffenen und auf Wunsch anonym.

Mit langjähriger Erfahrung und hoher Expertise beraten und begleiten wir seit dem Jahr 2001 jährlich mehrere hundert Verletzte und Angegriffene – seit 25 Jahren! Professionell und solidarisch stehen wir den Angegriffenen zur Seite und arbeiten auf Basis gemeinsamer Qualitätsstandards.

Der gewaltvollen Realität stellen wir Solidarität und Beratung entgegen

Rassistische, antisemitische und rechte Gewalt und Terror beeinflusst in Sachsen-Anhalt das Leben und den Alltag von vielen tausenden Menschen existenziell. Als Konsequenz nach dem Neonazi-Mord an dem Familienvater Alberto Adriano an Pfingsten 2000 im Stadtpark von Dessau hat die damalige Bundesregierung entschieden, spezialisierte Opferberatungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt zu fördern.

Seit dem Jahr 2001 wird durch Bundesprogramme und das Land Sachsen-Anhalt die Arbeit der Mobilen Opferberatung in Trägerschaft von Miteinander e.V. ermöglicht. Seitdem hat das Team der Mobilen Opferberatung mehr als 3.500 Menschen nach schwersten Gewalttaten beraten und begleitet: darunter sind Hinterbliebene und Überlebende der Anschläge in Halle und Wiedersdorf im Oktober 2019 ebenso wie Kinder und Jugendliche, die nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg im Dezember 2024 bei rassistischen Resonanztaten verletzt wurden. Unser Anliegen ist klar: Niemand soll nach einem Angriff allein bleiben.

Den Erfahrungen von brutaler Gewalt und Verlust begegnen wir mit Solidarität, Empathie und professioneller Unterstützung. Wir sind für die Angegriffenen da: unmittelbar nach einem Angriff und auch noch viele Jahre später: Beispielsweise wenn die strafrechtliche Aufarbeitung erst mehrere Jahre nach dem Angriff zu einem Gerichtsverfahren führt.
Damit die Angegriffenen nicht alleine bleiben und wir weiterhin verlässlich an ihrer Seite stehen können, brauchen wir jetzt Ihre und Deine Unterstützung.

Jede Spende hilft – und ist ein wichtiges Zeichen der Solidarität.

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